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900 - 1200

 Romanik

Werke der Romanik zeichnen sich vor allem durch einen geringen Naturalismus und hohen Symbolismus aus. Die Skulpturen und Malereien zeigen oftmals drastische Motive.

1200 - 1480

Gotik

Die Bauweise der Möbel wird in der Gotik leichter und dünnwandiger. Verschiedene Arten der Holzverbindungen setzten sich mehr und mehr in der Möbelkonstruktion durch und erlauben dem Möbelbauer mehr Freiheit in der künstlerischen Gestaltung.

1480 - 1630

Renaissance

Das verbreiteteste Möbelstück in der Renaissance war die Truhe. Mit Beginn des 16. Jahrhunderts wurden Möbel mit Einlegearbeiten und phantasievollen Schnitzereien immer beliebter. Auch der bürgerliche Einrichtungsstil veränderte sich in der Renaissance. Möbel wurden mit Beize eingefärbt und neben dem teurem Hartholz wurde oftmals preiswerte Fichte verarbeitet.Im italienischen Raum wurden die Möbel romantisch und lieblich gehalten. Im deutschsprachigen Raum zeigte sich dieser Möbelstil jedoch „schwerfällig und ernsthaft“.

1630 - 1730

Barock

Der Unterschied zu den Renaissancemöbeln liegt im Wesentlichen darin, dass die kirchliche Stilart in den Hintergrund tritt. Truhen wurden von den praktischen Kommoden verdrängt. Die Barockmöbel entwickelten sich zu reinen Repräsentationsmöbeln.

Schwungvolle, teils stark gebauchte Formen konnten sich durchsetzen. Bandintarsien, die barock-typischen Kugelfüße sowie profilierte Sockelleisten und Deckplatten zeugten von der Handwerkskunst dieser Epoche.

1730 - 1770

Rokoko

Chippendale (1785 bis 1805)

Von besonderem Einfluss war das französische Rokoko, das während der Regierungszeit Ludwigs XV. zur Blüte gelangte. Eine riesige Fülle von Materialien wie Holz, Elfenbein, Metall oder Schildpatt schufen neue Möglichkeiten kunstvoller Gestaltung. Oberflächen wurden mit geschlämmter Kreide gefasst, die später bemalt werden konnte.

In England war der Stil des Rokoko zurückhaltender. Selten wurden Intarsien verwendet, da die Schreiner feines Nussbaum- und Mahagoniholz bevorzugten, das so bearbeitet wurde, dass die Maserung sichtbar blieb. Die englischen Möbelschreiner führten für Stühle, Tische und Truhen S-förmige Cabrioles (Bocksfüße) ein, die durch chinesische Bronzearbeiten angeregt wurden. 1754 veröffentlichte der Londoner Kunstschreiner Thomas Chippendale sein Entwurfsbuch The Gentleman and Cabinet Maker’s Director, in dem er als erster nach französischem, chinesischem oder gotischem Rokoko differenzierte und für jede Form Beispiele anführte.

1770 - 1840

Klassizismus

 

Louis-seize (1750 bis 1792)
Directoire (1792 bis 1804)
Empire (1805 bis 1815)
Biedermeier (1815 bis 1848)

Klassizistische Möbel kommen ohne die ornamentalen Schnörkel des Rokokos aus. Kommoden, Schränke, Sessel oder Stühle wirken schlicht und geometrisch. Man bevorzugte runde, ovale und rechteckige Konturen. Tische und Stühle wurden nicht mehr mit dekorativ geschwungenen, sondern mit geraden, lediglich konisch zulaufenden Beinen ausgestattet.

1840 - 1900

Historimus

Neu-Gotik

Neu-Barock

Neu-Rokoko

Gründerjahre

Louis Philipp (Frankreich)

Arts & Craft (England)

 

Im 19. Jhdt. wurde in der Zeit des Historismus wieder auf ältere Stile zurückgegriffen. Neu war jedoch die Vermischung von verschiedenen Stilen bei einzelnen Stücken.

Eine der Grundfunktionen des Historismus sollten Repräsentationszwecke des in der Gründerzeit reich gewordenen Bürgertums sein. Daher wird der Historismus auch Gründerzeitstil genannt.

1900 - 1938

Moderne

Jugendstil (1900 bis 1920)

Art Nouveau ( Frz. Jugendstil 1900 bis 1920)

Art Deco (1920 bis 1938)

Bauhaus (1919 bis 1933)

Die Möbeldesigner der Jugendstil-Zeit ließen sich von der japanischen Kunst und der Natur inspirieren. So kann man Jugendstil-Möbel an flächigen Ornamenten erkennen, die überwiegend Elemente aus dem Pflanzen- und Tierreich in sich vereinen. Typische Jugendstil-Elemente sind beispielsweise Wasserpflanzen, Magnolien und Lilien. Besonders beliebt und verbreitet sind aber auch Insektenflügel, Schwäne und Kraniche oder Flammen und wehendes Haar. Florale Elemente und Tiere, aber auch menschliche Körper, vereinen sich im Jugendstil mit geometrischen Formen, die oftmals durch ihre Asymmetrie bestechen. In Frankreich wird dieser Stil als „Art Nouveau“ geführt.

Typisch für Art Deco Möbel ist ihre mondäne Wirkung durch hervorragend verarbeitete edle Hölzer wie z.B. Ebenholz und die Verwendung von exotischen Materialien wie Schildpatt oder das Beziehen mit Haifischhaut (Galuchat), Schlangenhaut, Pergament, sowie durch geprägtes oder bemaltes Leder.
Art Deco ist der bis heute letzte Versuch, bewusst handwerkliche Kunst in voller Blüte herzustellen und zu zeigen.

Das Ziel des Bauhaus war es, eine klare, schmucklose Formensprache zu entwickeln, die der Zweckmäßigkeit des Objektes entsprechen sollte –  “form follows funktion” (Louis Sullivan, Chicagoer Schule).

Es wurden auch viele neue Materialien eingesetzt, bei den Möbeln vor allem das Stahlrohr. Bei Lampen herrschten auch Chrom und Aluminium vor. Metall also statt Holz!

Viele der vom Bauhaus entwickelten Produkte sind sowohl in ihrer ursprünglichen Form als auch in ihrer Weiterentwicklung bis heute aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken, wie zum Beispiel der Freischwinger-Stuhl, die Wagenfeld-Lampe oder die Bauhaustapete.